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Gesund leben | Herbst 2023

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Gesundheitsjournal für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet

Seite 8 I

Seite 8 I Herbst 2023 Anzeigen-Sonderveröffentlichung Besser schlafen: Tipps vom Experten Sechs Prozent der Deutschen leiden an einer behandlungsbedürftigen Ein- und Durchschlafstörung (Insomnie). Ob psychische Belastung oder körperliche Leiden – Schlafstörungen können viele Ursachen haben und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. „Chronischer Schlafmangel geht mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Depressionen, Parkinson und Demenzen einher. Darüber hinaus steigt das Risiko für eine Schwächung des Immunsystems und eine Erhöhung der Schmerzwahrnehmung“, berichtet Dr. Hans-Günter Weeß, Leiter des Interdisziplinären Schlafzentrums am Pfalzklinikum Klingenmünster und von 2008 bis 2022 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Doch kein Grund zur Sorge, denn mit dem Einhalten von einfachen Regeln kann ein gesunder und erholsamer Schlaf gelernt werden: Regelmäßige Bettzeiten fördern das Schlafvermögen: Auch nach einer schlechten Nacht sollte man zur gewohnten Zeit am Morgen aufstehen und den versäumten Schlaf nicht mit längeren Bettzeiten nachholen. Zu lange Bettzeiten fördern Schlafprobleme: Zu lange Bettzeiten führen dazu, dass das Bett von unserem Unterbewusstsein gar nicht mehr mit Schlaf und Entspannung, sondern vielmehr mit Wachsein, Grübeln und Um-den-Schlaf- Ringen assoziiert wird. Eine angenehme Schlafzimmeratmosphäre wirkt schlafunterstützend: Schlaf kann nur unter völlig entspannten Bedingungen stattfinden. Dabei wirkt eine angenehme Schlafzimmeratmosphäre, die nichts mit Alltag, Beruf und Problemen zu tun hat, unterstützend. Die Temperatur im Schlafzimmer sollte nicht zu hoch und nicht zu niedrig sein: Temperaturen um die 18 Grad Celsius sind optimal. Schlaf am Tag vermeiden: Schlaf am Tag vermindert den Schlafdruck für den Abend und fördert somit Ein- und Durchschlafstörungen. Fernsehschlaf ist Einschlafkiller Nummer 1: Der erste Schlafdruck wird abgebaut und das spätere Einschlafen im Bett wird aufgrund fehlender Schläfrigkeit verhindert. Weiterhin wird nach dem Schlaf auf der Couch mit der sich anschließenden körperlichen und psychischen Aktivität, wie z. B. dem Verrichten der Abendtoilette, das für Aktivität zuständige sympathische Nervensystem wieder aktiviert. Die Folge: Dem Körper wird das Signal für Wachheit gegeben. Kein Fernseher im Schlafzimmer: Der Schlaf ist durch viele Weckreaktionen zerstückelt. Erholsame Stadien, wie Tiefund Traumschlaf, werden erst gar nicht erreicht. Am Tag fühlen sich die Betreffenden müde, schlapp, gereizt und unausgeschlafen. Körperliche und sportliche Aktivität mit genügend zeitlichem Abstand zum Zubettgehen: Ein, besser zwei Stunden Abstand zwischen sportlicher Aktivität und dem Zubettgehen aktivieren den für den Schlaf wichtigen Parasympathikus. Schwere und späte Mahlzeiten sind kein gutes Betthupferl: Wenn der Magen Schwerstarbeit verrichtet, während der Rest des Körpers entspannt schlafen soll, passt dies nicht zusammen. Aber auch Hunger ist kein gutes Ruhekissen. KeinKoffeinnach13Uhr:Koffeinkann bis zu elf Stunden wirken und so den Schlaf rauben. Daher sollten Sie ab der Mittagszeit keinen Kaffee mehr trinken. Alkohol ist kein gutes Schlafmittel: Alkohol hat eine müde machende und psychisch entspannende Wirkung. Eigentlich optimal, um den Schlaf zu begünstigen. Aber: Alkohol unterdrückt in zu hohen „Dosen“ den Tiefschlaf, fördert Albträume und erhöht nächtliche Weckreaktionen und Wachphasen. Nachts nicht auf die Uhr schauen: Negative Gedanken über die Schlaflosigkeit, Befürchtungen, zu früh in der Nacht aufgewacht zu sein und nicht wieder einschlafen zu können, führen zu einer verstärkten inneren Anspannung und Unruhe, die die Schlafstörung verstärkt. Einschlafritual: Dieses hat die Funktion, einen Puffer zwischen Alltag und Bettsituation herzustellen. Dieser dient dazu, sich von den anspannenden Aufgaben und Anforderungen des Alltags zu distanzieren und die für das Einschlafen notwendige Entspannung sowohl auf körperlicher als auch psychischer Ebene herzustellen. Gedankenkarussell stoppen und sich am Abend entpflichten: Ungefähr eine Stunde bevor Sie ins Bett gehen, sollten Sie innerlich Feierabend machen und die Sorgen vor der Schlafzimmertür lassen. Foto: ©www.freund-foto.de - stock.adobe.com ANZEIGE Foto: Klinik am Steigerwald Polyneuropathie und Restless Legs Syndrom Klinik entwickelt neue Therapieansätze An Polyneuropathie (PNP), einer Erkrankung der peripheren Nervenfasern, und den „Unruhigen Beinen“ (RLS) erkranken immer mehr, vor allem ältere Menschen. Bei PNP kommt es zu einem Absterben der langen Nerven, meist beginnend in den Beinen. Taube Füße, Gangunsicherheit, Manschettengefühl und aufsteigende Schmerzen sind die häufigsten Symptome. Fachleute sprechen von einer Krankheitshäufigkeit von circa zwei bis acht Prozent der Bevölkerung. Nicht nur Diabetiker sind betroffen. Bei der größte Gruppe der PNP-Erkrankten findet man keinen genauen Grund. Die normale Medizin hat so gut wie keine Behandlungsmöglichkeit für diese Erkrankungen und kann, wenn überhaupt, nur die Schmerzen lindern. „Doch die Patienten können Hilfe durch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bekommen“, sagt Dr. Christian Schmincke, Chefarzt der Klinik am Steigerwald im unterfränkischen Gerolzhofen. Maßgeschneiderte Therapie Die Klinik für Chinesische Medizin behandelt seit 27 Jahren schwer chronisch kranke Patienten. Die maßgeschneiderte Therapie, insbesondere für an Polyneuropathie und Restless Legs Syndrom erkrankte Menschen, wird ständig weiter optimiert. Nach der chinesischen Idee ist „Tan“ Schuld an den Nervenbeschwerden. Tan steht für alle Stoffe, die der Körper loswerden möchte, die sich aber den Reinigungsprozessen des Körpers entziehen. Tan entsteht im Alter durchnachlassende„Reinigungskräfte“unddurchAufnahmevon zu viel Zucker, Fetten, und vor allem tierischen Eiweißen. Auch ständige Anspannung kann die Reinigungskräfte erschöpfen. Der im Körper verbleibende Tan rutscht in die Beine, und das hat Folgen: Die ersten Taubheitsgefühle machen sich bemerkbar und es entstehen häufig Kribbel- und Stechgefühle in den Zehen, Füßen und Beinen. Der Gang wird unsicher. Die Chinesische Medizin holt diese abgesunkenen Stoffe aus der Tiefe der Beine an die Oberfläche und leitet sie aus. Königsverfahren ist dabei die chinesische Arzneitherapie. Bei 10 bis 20 Prozent der PNP- Patienten gesellt sich das Restless Legs Syndrom RLS dazu. Dabei entstehen insbesondere in der nächtlichen Ruhe unerträgliche Unruhezustände in den Beinen, die sich nur durch nächtliches Laufen beruhigen lassen. Beim RLS handelt es sich nach Sicht der TCM um eine Krankheit, die zusätzlich mit einer „Spannungsdisbalance“ einhergeht. Die Beine wollen die Abfallstoffe loswerden und wehren sich. Das macht sie unruhig und raubt den Patienten ihren Schlaf. Solange keine Medikamente gegen RLS eingenommen werden, können viele Patienten mit den ersten Besserungen schon während der Krankenhausbehandlung rechnen. Klinik am Steigerwald www.tcmklinik.de

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